Mai–Fest am Vorabend zum 1. Mai

Stoppt die Kriege

Solidarität mit den Menschen in den Kriegsgebieten

 

Afghanistan, Irak, Syrien, Libyen, Jemen, Mali … ‒ immer mehr Länder werden durch Kriege und indirekte Interventionen verwüstet. Nach wie vor trägt die Unterstützung regierungsfeindlicher Milizen durch Nato-Staaten, insbesondere die USA, und ihre regionalen Verbündeten maßgeblich zur Fortsetzung des Krieges in Syrien bei. Im Nordirak wurde im Kampf gegen den „Islamischen Staat“ die Millionenstadt Mossul und andere Großstädte weitgehend zerstört. Der Krieg und das Embargo Saudi Arabiens gegen den Jemen werden von NATO-Staaten politisch, militärisch und mit Waffenlieferungen ‒ auch aus Deutschland – unterstützt. Weltweit sind über 65 Millionen Menschen auf der Flucht ‒ mehr als ein Viertel von ihnen kommen aus Syrien, Irak und Jemen.

 Der Nahe und Mittlere Osten ist zu einem Schlachtfeld geopolitischer Interessen, Allianzen und Rivalitäten geworden. Es geht nicht mehr um die Bekämpfung des sogenannten «Islamischen Staates“, die Konfliktlinien verlaufen mittlerweile zwischen den internationalen Großmächten USA und Russland, zwischen regionalen Machtzentren wie Israel und Iran und sogar zwischen den Nato-Partnern Türkei und USA.

 Der Krieg in Syrien betrifft uns in Deutschland in hohem Maße: Über 700.000 der inzwischen mehr als 5 Millionen Menschen, die vor diesem Krieg ins Ausland geflohen sind, kamen nach Deutschland. Aber uns verbindet mit diesem Land und dem mörderischen Geschehen dort noch weit mehr: Etwa 500.000 von ursprünglich einmal gut 21 Millionen Einwohnern sind im Krieg umgekommen. Noch mehr Menschen sind zu Flüchtlingen innerhalb des Landes geworden; mehr als die Hälfte der Bevölkerung ist inzwischen auf der Flucht. Der Krieg destabilisiert in der ohnehin instabilen Region nach dem Irak ein weiteres bedeutendes nahöstliches Land.

 Die Menschen in Syrien leiden seit knapp neun Jahren an einem verheerenden Krieg, der weite Teile des Landes zerstört hat. In der deutschen Öffentlichkeit ist der Krieg längst nicht mehr so präsent, wie es angemessen wäre. Und selbst innerhalb der deutschen Friedensbewegung gibt es keine Einigkeit in der Bewertung dieses Krieges. Dabei spielt Deutschland in dem Konflikt eine wesentliche Rolle. Eine gesellschaftliche Debatte darüber wäre dringend erforderlich, wenn wir einen sinnvollen Beitrag für Frieden in Syrien leisten wollen.

Zu dieser Debatte wollen wir einen Beitrag leisten.

Joachim Guilliard wird einen Überblick und eine Einordung der Situation im Nahen Osten geben.

 

Joachim Guilliard - Publizist und Friedensaktivist aus Heidelberg

 Joachim Guilliard, Jahrgang 1958, hat Physik studiert, arbeitet hauptberuflich als IT-Berater und ist in der Solidaritäts- und Friedensbewegung aktiv, unter anderem im Heidelberger Forum gegen Militarismus und Krieg.

Er befasst sich seit langem mit dem Nahen und Mittleren Osten, schwerpunktmäßig mit dem Irak und ist Verfasser zahlreicher Fachartikel sowie Mitherausgeber bzw. -autor mehrerer Bücher über die von Kriegen betroffenen Länder der Region. Seit 2009 betreibt er den Blog „Nachgetragen“.

 

Die Singgruppe der NaturFreunde Bad König ergänzt das Programm mit Liedern und Texten gegen Krieg und für Frieden und Solidarität.

Für das leibliche Wohl gibt es leckere Speisen und allerlei Getränke aus der NaturFreunde-Küche


Der Eintritt ist frei - Spenden sind erwünscht!

Mai - Fest Konzert - A5 - Schenkenkeller.pdf

Informationen: